Das Slipjoint – klassisch und modern

Das Original unter den Taschenmessern

„Slipjoint“ bezeichnet das klassische Taschenmesser. Dieser Klappmechanismus ohne Verriegelung der Klinge war so üblich, dass er im Deutschen keine eigene Bezeichnung hat. Es ist einfach DAS Taschenmesser. Es brauchte nie eine Verriegelung, denn sie hat beim Schneiden keine Funktion. Sie gibt nur Sicherheit beim unkontrollierten Stechen und beim Drehen der Klingenspitze im Werkstück. Sie mag unverzichtbar sein bei sogenannten taktischen Messern.

Die Renaissance der traditionellen Mechanik

Feststellbare Messer wurden erst später modern. In letzter Zeit ist jedoch eine Renaissance der Slipjoints zu beobachten, obwohl ihre Fertigung sehr anspruchsvoll und aufwendig ist.

Ästhetik und rechtliche Vorteile

Diese Entwicklung hängt nicht nur damit zusammen, dass wieder die unaufgeregte Ästhetik jenseits der verschraubten Werkzeug-Messer gesucht wird, sondern auch, weil Slipjoints keinen Beschränkungen durch das Waffengesetz unterliegen (§ 42a WaffG-konform).

Zu mir

Dr. med. Bernd Balke

Nach einem langen und erfüllten Berufsleben als Arzt bin ich nun gerne Designer und Handwerker.

Die Idee

Ich möchte Taschenmesser machen, die schöne Handschmeichler sind und eher zu Taschenuhren, Füllfederhaltern und zum silbernen Zigarrenetui passen als zu Klappspaten und Multitools.

Ich bin Mitglied der Deutschen Messermacher Gilde und stolz darauf, auf die renommiertesten Messen in Europa als Aussteller eingeladen zu werden.

Als Aussteller bin ich zu finden auf folgenden Messen:

Impressionen

Materialien

Ich bevorzuge Naturmaterialien. Gerne mache ich die Messergriffe aus den fossilen Knochen der ausgestorbenen Stellerschen Seekuh oder dem Elfenbein von Mammut-Elefanten. Ich stabilisiere nur, wo es unbedingt nötig ist, um möglichst viel unveränderte Natur zu haben. Ich färbe nicht. Selbst das strahlend gelbe Holz ist pure Natur.

Der von mir häufig verwendete Stahl ist der pulvermetallurgische RWL 34 oder es sind Kohlenstoffstähle wie der gute, kaum noch erhältliche 1.1545.

Die mir besonders sympathische Federbronze ist häufig im Spiel. Ihre langsam entstehende Patina passt gut zu den oft jahrtausendealten fossilen Griffmaterialien.

Meinen Schriftzug auf der Klinge und die Feder innen vergolde ich häufig.

Gelegentlich lege ich anodisiertes Tantal oder Niobium ein.

Nicht nur Slipjoints

Wenn mir danach ist, fertige ich in meiner Schmiede auch andere Messertypen. Ich härte selber, führe dabei gerne die Tiefkühlbehandlung mit Flüssigstickstoff durch und habe viel Erfahrung bei der Herstellung von Hamons.

Immer müssen mir meine Messer gefallen. Ohne Freude mache ich sie nicht. Ich lebe in meiner Werkstatt meine kreativen Ideen aus. Meine Hände folgen meinem Schönheitsempfinden.

Wenn Sie jedoch passende Anregungen haben für ein eigenes Messer, nehme ich sie gerne auf.

Ich wünsche Ihnen dann, dass Sie genauso viel Freude an Ihrem Slipjoint haben wie ich an dessen Herstellung.

Kontakt

Sie haben Interesse an einem individuell gefertigten, handgeschmiedeten Messer?
Kontaktieren Sie mich per E-Mail:

info@slipjoint.de

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